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Bürstenmacher in DDR-Zeiten Wohlhabende Handwerker

08.06.2007 08:14:10

von Andreas Goerdes

BRANDENBURG (BlindNews) In seiner Festrede zum 50-jährigen Bestehen des Blinden- und Sehbehindertenverbands Brandenburg (BSVB)thematisierte am vergangenen Mittwoch der Vorsitzende, Joachim Harr die schlechte Arbeitsmarktsituation blinder und sehbehinderter Menschen im Land. So sollen in DDR-Zeiten 75 Prozent der Blinden und Sehbehinderten in Brot umd Lohn gestanden sein. Heute habe sich das Verhältnis umgekehrt. Gerade mal 25 Prozent der Betroffenen sollen nach Angaben von Haar eine Arbeit haben. Noch schlimmer soll die Situation blinder Akademiker mit einer Arbeitslosenquote von 95 Prozent sein.

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Durch die Streichung der staatlichen Subventionen wurde das Blindenhandwerk besonders schwer getroffen. Der Verkauf von Produkten der Bürstenmacher sei sehr schwierig geworden, berichtete der Vorsitzende. "Ein von uns gefertigter Besen kostet rund 30 Euro. Im Supermarkt bekommt man einen aus Asien für fünf Euro – da können wir nicht mithalten", sagte haar in seiner Rede.

Früher gehörten die Bürstenmacher zu den "wohlhabenden Menschen" im Land, erinnerte Haar an die goldenen Zeiten des Blindenhandwerks. Mit dem Niedergang der DDR wurden die Produktionsgenossenschaften des Blindenhandwerks aufgelöst. Diese hatten Verträge mit Großbetrieben, der Reichsbahn und der Armee. Dadurch war der Absatz der Produkte gesichert. Zusätzliche staatliche Subventionen garantierten den Blindenhandwerkern ein gesichertes Einkommen.

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