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AOK – Für Blinde nicht immer da

30.07.2007 08:08:09

von Andreas Goerdes

TÖNISVORST (BlindNews) Die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) wirbt mit ihrem Leitspruch "AOK: Die Gesundheitskasse – Wir sind immer für Sie da". Anscheinend gilt das nicht für jeden Versicherten, insbesondere nicht für blinde und sehbehinderte Versicherte, die einen Blindenführhund beantragen.

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Die AOK ist in der Vergangenheit schon öfter als einmal in die Kritik geraten, da Sie Anträge auf Bewilligung eines Blindenführhundes mit haarsträubenden Begründungen ablehnte. Diese Erfahrung musste jetzt auch der im nordrhein-westfälischen Tönisvorst lebende Horst Schmitz machen. Der späterblindete 65-jährige Rentner beantragte bei der AOK-Rheinland einen Blindenführhund. Sein Arzt, der ihm dringend zu einem Blindenführhund riet, stellte Schmitz das dafür in Deutschland notwendige Rezept aus.

Der blinde Tönisvorster schafft mit dem Blindenstock nur kurze Wegstrecken. Auf Grund schwach ausgebildeter Unterarme, so berichtet die Westdeutsche Zeitung, leidet Schmitz an starken Schmerzen, da beim Anstoßen an Gegenstände das Handgelenk in Mitleidenschaft gezogen wird. Auf Grund der Tatsache, das Horst Schmitz nur unter teilweise starken Schmerzen mit seinem Langstock unterwegs sein kann, sitzt er vorallem in seiner Wohnung - mit der Folge, dass seine sozialen Kontakte sich dem Null-Punkt nähern.

Seine eingeschränkte Mobilität sowie die Vereinsamung , so war Schmitz überzeugt, würde sich mit einem Blindenführhund ändern. Das sich nichts an der Situation des blinden Mannes ändern wird, dafür hat die AOK-Rheinland gesorg. Diese hat den Antrag von Horst Schmitz auf einen Blindenführhund abgelehnt.

Zur Begründung seitens der Krankenkasse hieß es, das Horst Schmitz die nötigsten Wege allein bewältigen könne und eine Vereinsamung des Mannes habe man nicht feststellen können. Dies ginge aus einem Gutachten des medizinischen Dienstes hervor.

Dem Widerspruch gegen den ablehnenden Bescheid gab die "Gesundheitskasse" nicht statt, sondern riet dem Versicherten, vor dem Sozialgericht zu klagen.

Das ärztliche Verordnungen für einen Blindenführhund per Rezept von der "Gesundheitskasse" AOK auch mit Diskriminierenden Begründungen abgelehnt werden, zeigte die AOK-Bayern vor zwei Jahren. Damals lehnte die Krankenkasse gleich mehrere Anträge von blinden Versicherten ab, die einen Blindenführhund beantragten, berichtete 2005 die Süddeutsche Zeitung. In der Begründung der AOK-Bayern hieß es unter anderem, Blinde hätten kein Anrecht darauf, längere Wegstrecken zurückzulegen.

In den AOK-Ablehnungsschreiben hieß es laut der Süddeutschen Zeitung: "Zu den vitalen Lebensbedürfnissen gehöre lediglich, dass Blinde die alltäglichen Verrichtungen im Nahbereich der Wohnung selbstständig erledigen können. Dafür genüge aber der Blindenstock. Eine Kostenübernahme bzw. Kostenbeteiligung für einen Blindenführhund durch die AOK Bayern ist deshalb nicht möglich. Das Gebot der Wirtschaftlichkeit lasse es nicht zu."

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