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Blinder Tierquäler verurteilt

19.11.2007 08:03:09

KREFELD (BlindNews) Ein deutliches Urteil fällte der Vorsitzende Richter im Amtsgericht Krefeld gegen den Blinden Herrn Q, der seinen Blindenführhund schwer misshandelt hat – BlindNews Berichtete (Blinder quält Blindenführhund).

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Herr Q. betrat den Sitzungssaal mit zwei Anwälten. Auf Befragen des Richters, wieso denn zwei Anwälte gegenwärtig seien, erklärte einer der Anwälte, er sei der Pflichtverteidiger und Herr Q. habe noch einen Wahlanwalt mitgebracht. Der Richter erklärte, dass er nicht gewillt sei, mit zwei Anwälten zu verhandeln. Daraufhin verließ der Pflichtverteidiger den Saal.

Zunächst wurden die Personalien des Herrn Q. verlesen und die Einkommensverhältnisse geklärt. Der Richter ist bei dem Strafmaß von anderen Verhältnissen ausgegangen, da das Blindengeld mit 50,00 € monatlich angegeben war. Der Verteidiger erklärte, dies sei sicherlich ein Schreibfehler. Das Blindengeld betrage 580,00 €. Da jetzt von ganz anderen Einkommensverhältnissen ausgegangen wurde, nämlich die Grundversorgung zuzüglich Blindengeld und Anrechnung des Einkommens der blinden Lebensgefährtin Frau S., erklärte der Richter, dass Herr Q. mit 80 Tagessätzen á 20,00 € sehr gut bedient sei. Nach den neuen Erkenntnissen käme ein Tagessatz von 35,00 € zum Tragen. Der Verteidiger meinte daraufhin, dass das Blindengeld nicht anrechenbar sei und er davon ausgehen würde, dass das Gericht die Tatsache der Geständigkeit und das Einsparen von Zeugen zu Gunsten des Angeklagten werten müsse.

Der Richter sah dies anders und forderte den Verteidiger auf, seinem Mandanten nahe zu legen, den Einspruch gegen den Strafbefehl zurückzunehmen.

Verteidiger und Herr Q. verließen daraufhin den Gerichtssaal. Nach kurzer Zeit trat der Verteidiger alleine wieder ein und erklärte, Herr Q. würde zähneknirschend den Einspruch zurücknehmen.

Im Anschluss machte der Richter noch darauf aufmerksam, dass das Gericht im Wege des Strafbefehlverfahrens kein Tierhalteverbot aussprechen könne. Dies sei nunmehr Sache des zuständigen Veterinäramtes.

KOMMENTAR von Martina Retthofer (Charity für Tiere e.V. - Tierhof Straelen)

Da Herr Q. und seine Lebensgefährtin Frau S. nach Moers verzogen sind, ist nunmehr das Veterinäramt Wesel zuständig.

Wir werden uns mit dem zuständigen Veterinär in Verbindung setzen.

Von Reue konnten wir bei Herrn Q. nichts feststellen, unserer Meinung nach diente das Geständnis nur dem Ziel der Strafminderung.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass für Olga die Odysee bei uns ihr Ende gefunden hat. Wir wünschen uns noch eine lange Zeit mit ihr.

In der Hoffnung, dass Herr Q. und Frau S. nie wieder eine Krankenversicherung finden, die ihnen einen Blindenführhund als sogenanntes "Hilfsmittel" verschreiben und keine Blindenführhundschule nur aus Profitgier diesen Menschen einen Hund zur Verfügung stellt, werden wir uns weiterhin für ein Tierhalteverbot einsetzen und die Gegebenheiten vor Ort mit Argusaugen beobachten.

Dies gilt natürlich nicht nur für diesen Fall, denn durch diesen Fall mussten wir schmerzlich erfahren, dass "Olga" kein Einzelfall ist.

Alle Rechte vorbehalten © BlindNews

Informationsquelle: Charity für Tiere/Tierhof-Straelen

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