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Grantler mit großem Herz: Autor Max Spiegl legt neues Wiesn-Buch vor

09.08.2007 11:10:27

MÜNCHEN (ots) "Kurz vor Beginn des größten Volksfestes der Welt hat Spiegl gemeinsam mit Hermann Memmel, Helmut Schmid und Bildern von Ernst Hürlimann "D'Wiesn - Geschichten rund ums Münchner Oktoberfest" herausgebracht.

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Bekannt ist der 73-jährige Spiegl vor allem durch den von ihm geprägten und gelebten Begriff "S'Münchner Herz" - seit 15 Jahren initiierte er unter diesem Titel eine Benefizveranstaltung zu Gunsten von Blinden. In vier Büchern hat Max Spiegl zudem "S' Münchner Herz" beschrieben - unter dem Motto: "Uns Münchner wenns ned gaab".

"Max Spiegl schaut seinen Mitmenschen direkt und wenn das nicht geht, dann eben über die Schulter - ins Herz", sagt Elke Runte, Pressereferentin des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB). Seiner tatkräftigen Unterstützung verdankt die Organisation etliche Spenden. Kontakte zu blinden Menschen knüpfte Spiegl bei seinen Lesungen. "Sie konnten sich meine Schilderungen zum Beispiel des Geschehens im Biergarten - vom Holen des Maßkrugs bis zu den erwartungsvollen Blicken des Hundes zur Schweinshaxe - genau vorstellen", erinnert er sich. Seine Bücher leihen sie sich bei der Bayerischen Blindenhörbücherei auf Kassette aus.

1934 geboren und aufgewachsen direkt an der Münchner Frauenkirche, im Haus des "Nürnberger Bratwurstglöckl", ist Maximilian Joseph Spiegl ein waschechter Münchner: Von der Denk- bis zur Mundart, von seinem Münchner Herzen bis zum Grantln. "Ich war auch Dom-Ministrant, "Gasslsauser" und durfte schon als Bub für die elterliche Metzgerei Lieferungen austragen", erzählt er. Doch das erlernte Metzgerhandwerk hängte er bald an den Nagel und ließ sich zum Techniker ausbilden. In diesem Beruf arbeitete er fast 30 Jahre bei der Messegesellschaft.

Lange vor der Rente begann er zu schreiben und sich für schwächere Menschen zu engagieren. Seine Geschichten aus dem alten und heutigen München erzählen von Menschen, die anderen meist Gutes getan haben. Zu den eindrucksvoll beschriebenen und größtenteils heiteren Begebenheiten lieferte der Karikaturist Ernst Hürlimann die Zeichnungen. "Spiegl erzählt nicht nur von guten Taten seiner Münchnerinnen und Münchner, sondern praktiziert sie auch selbst", sagt Runte mit Blick auf die jährlichen Benefizkonzerte zu Gunsten blinder und stark sehbehinderter Menschen. Unter dem Motto "S' Münchner Herz wia's singt und klingt" gelingt es ihm, Künstler und Orchester auf die Bühne im Prinzregententheater zu bringen.

Damit die Menschen "S' Münchner Herz nicht nur im übertragenen Sinne spüren, hat Max Spiegl ihm eine Gestalt gegeben: "In ein zwei Zentimeter großes Messingherz habe ich die zwei Türme der Frauenkirche eingravieren und es als Patent schützen lassen", erzählt er. Den Anstecker kann man bei ihm oder im Münchner Rathaus erwerben.

Für seine Verdienste hat die Stadt Max Spiegl bereits mit der Medaille "München leuchtet" ausgezeichnet. Der BBSB hat ihm für sein Engagement die Medaille für hervorragende Verdienste verliehen. Mit den Worten: "Wenn die Münchner granteln und helfen können, sind sie gesund", dankte er für die Ehrungen."

Alle Rechte vorbehalten © BlindNews

Informationsquelle: Bayrischer Blinden- und Sehbehindertenbund

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