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Blindenhund auf Krankenschein

26.11.2007 11:15:48

STUTTGART (ddp.djn) Die gesetzliche Krankenkasse muss Blinden einen Blindenhund zur Verfügung stellen, wenn eine sichere und angstfreie Fortbewegung nicht anders gewährleistet werden kann. Das entschied das Landessozialgericht Baden-Württemberg und hob damit ein Urteil der Vorinstanz auf.

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Im konkreten Fall hatte eine nahezu blinde Frau gegen ihre Krankenkasse geklagt. Die Kasse hatte es abgelehnt, die Kosten von rund 20 000 Euro für Anschaffung und Training eines Blindenhundes zu übernehmen und bewilligte der Klägerin statt dessen nur ein Mobilitätstraining mit dem Blindenstock. Nach Abschluss des Trainings hatte die zuständige Reha-Einrichtung allerdings die Anschaffung eines Blindenhundes empfohlen, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern.

Während das Sozialgericht in der Anschaffung eines Blindenhundes nur geringe Vorteile für die blinde Frau sah und die Klage daher zurückwies, ordnete das Landessozialgericht die Übernahme der Kosten an. Denn trotz des Mobilitätstrainings mit dem Blindenstock habe die Klägerin Angst davor, sich außerhalb ihrer Wohnung zu bewegen. Da die gesetzliche Krankenversicherung Behinderten ein selbstständiges Leben ermöglichen müsse, könne sie von der Klägerin auch nicht verlangen, sich außer Haus von ihrem Mann oder anderen Dritten begleiten zu lassen. (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 26. Oktober 2007, AZ: L 4 KR 5486/05)

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