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Evers-Meyer und DBSV sehen Differenzierungsbedarf.

02.07.2007 14:44:31

BERLIN (ots) DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke traf sich zu einem Gespräch mit der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer, in Berlin. Dabei ging es unter anderem um die Zukunft der Sonderschule in Deutschland. Die Beauftragte hatte in der Vergangenheit wiederholt mehr schulische Integration behinderter Kinder gefordert. Die Tatsache, dass in Deutschland nur 12 Prozent der behinderten Schüler eine Regelschule besuchen, nannte die Beauftragte in diesem Zusammenhang skandalös. Ihrer Ansicht nach gehören behinderte und nicht behinderte Kinder unter ein Schuldach. Es könne nicht sein, dass man die Menschen erst separiere und nach Ende der Schulzeit mit viel Aufwand für mehr Integration werbe.

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Im Gespräch mit dem DBSV machte Karin Evers-Meyer deutlich, dass es ihr dabei nicht um eine Negierung sonderpädagogischer Förderbedarfe gehe. Vielmehr müssten die Bedarfe von blinden, sehbehinderten und gehörlosen Menschen weiterhin gezielt gedeckt werden. Entscheidend, so Evers-Meyer und Bethke übereinstimmend, müssen im Hinblick auf die Entwicklungschancen und den Schulerfolg die Qualität der Beschulung und die Berücksichtigung der individuellen und familiären Gegebenheiten sowie der Wohnortsituation sein.

Der DBSV wird weiterhin für leistungsstarke Spezialschulen und für die Optimierung der schulischen Integration eintreten. Beide Wege sind für die Erfüllung des staatlichen Bildungsauftrages notwendig. Optimale Bildungschancen, so Bethke, seien die beste "Mitgift" für eine Teilhabe am Leben der Gesellschaft.

Übrigens: In einer Statistik der Kultusministerkonferenz, die bis zum Jahr 2003 vorliegt, werden Angaben zur Anzahl der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemacht. Danach waren 2003 insgesamt 6.167 Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen bekannt. Das sind 1,3 Prozent der Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf und 0,07 Prozent der Gesamtschülerzahl. An Förderschulen für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche wurden 4.736 Schüler unterrichtet und 1.431 an allgemeinen Schulen. 23,2 Prozent der Schüler mit Förderschwerpunkt Sehen waren im Jahr 2003 demnach integriert beschult.

Alle Rechte vorbehalten © BlindNews

Informationsquelle: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband

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