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Visionen und Realität

12.11.2007 08:02:08

BERLIN (ots) das kleingeschriebene "e" vor zunehmend mehr Begriffen, gilt es ernst zu nehmen. Während eBooks und eLearning beinahe schon zu deutschen Wörtern geworden sind, ist eGovernment manchem noch weniger vertraut. Seit aber Bundeskanzlerin Angela Merkel im Mai d. J, eine entsprechende Initiative auf den Weg gebracht hat, hört man den Begriff immer öfter. Während man das "e" in anderen Zusammenhängen vereinfacht als elektronisch übersetzen kann, klappt das bei eGovernment nicht so einfach, denn eine elektronische Regierung haben wir noch nicht.

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Mit dem Projekt eGovernment soll erreicht werden, dass die Bürger besseren und schnelleren Zugang zu Informationen und Dienstleistungen der Regierung bekommen und dass Verwaltungsprozesse vereinfacht werden. Damit möglichst alle Menschen "mitgenommen" werden auf dem Weg zum eGovernment, müssen die Bedürfnisse der unterschiedlichen Zielgruppen in das Gesamtkonzept einfließen. "Es ist sehr zu begrüßen, dass die Belange behinderter Menschen im Projekt eGovernment frühzeitig gefragt sind", sagte Susanne Lutz, Mitarbeiterin im Projekt Barrierefrei Informieren und Kommunizieren (BIK) gegenüber dbsv-direkt. Als Vertreterin des DBSV und von BIK hatte sie gestern an einem Visionenworkshop für eine eGovernment Strategie für Teilhabeleistungen und Belange behinderter Menschen teilgenommen, zu der das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingeladen hatte. "Unsere Meinung ist gefragt", so Susanne Lutz, "und das Tempo, mit dem am Projekt eGovernment gearbeitet wird, ist enorm. Bereits Anfang 2008 beginnt die Umsetzungsphase.

In diesem Zusammenhang sind in gewisser Weise auch die Bemühungen zu bewerten, die Bundesbehörden unternehmen, um ihrer Verpflichtung nach barrierefreier Zugänglichkeit ihrer Internetseiten nachzukommen. "Der jüngste Ministerientest, den BIK durchgeführt hat, brachte erfreuliche Ergebnisse", bestätigt Frau Lutz. Im BIK-Infobrief ist dazu zu lesen: "Im August 2006 hatte BIK zuletzt die Umsetzung der BITV durch Behörden des Bundes überprüft. Das damalige Ergebnis war durchwachsen: Einige Webseiten von Ministerien und oberen Behörden waren bereits vergleichsweise gut zugänglich, insbesondere bei den Betriebskrankenkassen und anderen bundesunmittelbaren Körperschaften sah es deutlich schlechter aus. Beim diesjährigen Test wurden die Ministerien eingehend geprüft, denn die sollten den untergeordneten Stellen als Vorbilder dienen. Mit einbezogen waren auch die Webangebote der 5 obersten Organe des Bundes. Denn ungeachtet des Geltungsbereichs der BITV ist klar: sie können sich den Anforderungen der Verordnung nicht entziehen. Und schließlich sollte beurteilt werden, ob sich bei den 20 im letzten Jahr am schlechtesten bewerteten Webangeboten untergeordneter Behörden etwas getan hat. Die positive Überraschung: Die Ministerien haben einen Riesensprung nach vorne gemacht. Die beiden Spitzenreiter Bundesrat und BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit) konnten mit über 95 Punkten als "sehr gut zugänglich" bewertet werden, weitere 13 Ministerienangebote sind "gut zugänglich". Bezüglich der Barrierefreiheit von PDF-Dateien sieht es leider anders aus: nur das BMZ kann uneingeschränkt als Vorbild dienen, die meisten Ministerien sind noch längst nicht so weit. Mehr Informationen dazu unter bik-online.info.

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Informationsquelle: dbsv-direkt

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