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BFW Würzburg unterstützt Diplomarbeit zur Stimmwahrnehmung

24.04.2007 11:58:12

WÜRZBURG – Das Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg, Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte, nimmt an einer Studie zum stimmlichen Emotionsausdruck teil. Die angehende Psychologin Britta Falkenberg aus Würzburg untersucht in ihrer Diplom-arbeit, ob blinde Menschen ein geäußertes Gefühl durch den Ton der Stimme besser unterscheiden können als Sehende.

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"An die Sprachaufnahmen muss man sich erst gewöhnen" sind sich Lehrkraft Sonja Brell und Rehabilitand Andreas Dols, der am BFW Würzburg zur Zeit die Punktschrift erlernt, einig. Die Versuchsanordnung fällt in der Tat etwas aus dem Rahmen: die über Lautsprecher abgespielten Sätze bestehen nicht aus deutschen Worten, sondern aus einer Kunstsprache, in der europäische Silben zufällig aneinander gereiht werden. "Das hört sich nicht schön an, erfüllt aber den Zweck der absoluten Neutralität." erläutert Britta Falkenberg. Schließlich sei bei Verwendung von echter Sprache immer ein Inhalt oder eine Assoziation inbegriffen, die das Ergebnis verfälschen könne.

Die von den Studienteilnehmern gefragte Einordnung der Emotion in vierzehn Kategorien - darunter Stolz, Trauer, Angst, Scham oder Langeweile - reduziert sich also einzig auf den Tonfall der Stimme. "In einigen Fällen liegen nur Nuancen zwischen den einzelnen Gefühlen" erklärt Sonja Brell von dem schwierigen Unterfangen, die 112 von Schauspielern aufgesprochenen Sätze richtig einzuordnen. Die Diplomandin der Universität Würzburg kann das bestätigen: "Überschäumende Freude und Verzweiflung kann man schwer auseinander halten, Ärger und Langeweile dagegen sind relativ leicht zu unterscheiden", so die 26-Jährige.

Im Dezember begann Britta Falkenberg mit der umfangreichen Arbeit, die an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg von Prof. Dr. Heiner Ellgring betreut wird. Bis Mai werden die Ergebnisse der je 90 minütigen Untersuchung von rund 25 blinden und 25 sehenden Testteilnehmern vorliegen. Man darf gespannt sein: Bisherige Studien erforschten lediglich, dass blinde Menschen ein geschulteres Gehör besitzen und Stimmen besser unterscheiden können als Sehende. Inwiefern sie aus der Stimmfärbung auch besser Gefühle erkennen können, wird die Studie von Britta Falkenberg zeigen.

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Informationsquelle: BFW Würzburg

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