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Geldhahn zugedreht – Deutsche Torballer brauchen Spenden für WM

01.05.2007 08:42:19

von Thomas Meiler

KARLSRUHE – Am 4. September beginnen in Innsbruck die Weltmeisterschaften im Torball. In Karlsruhe wird vor allem beim PSV Karlsruhe sehr erfolgreich diese Blindensportart gespielt. Die Frauen wollen eigentlich als Titelverteidiger nach Österreich fahren und auch die Herren - mit drei Karlsruher Akteuren - gehören zu den Favoriten. Doch ob die Reise überhaupt angetreten werden kann, steht in den Sternen. Jetzt wurde der Geldhahn zugedreht.

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Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) fördert nur mehr Reisen zu Weltmeisterschaften für paralympische Sportarten, da fällt Blindentorball als nicht-paralympische Sportart heraus. Blinde und Sehbehinderte spielen seit Beginn der 70er Jahre die Mannschaftssportart Torball. Die deutschen Nationalmannschaften gehören in der von Reaktionsschnelligkeit, Gehör und Koordination geprägten Ballsportart seit vielen Jahren zur internationalen Spitze. So zählen die deutschen Damen, als zweimaliger und amtierender Weltmeister sowie auch die Herren bei der kommenden WM zu den Topfavoriten. Drei Sportler vom PSV Karlsruhe, wo seit langem erfolgreich Torball gespielt wird, stehen in der deutschen Herren-Nationalmannschaft.

Viele unbeantwortete Fragen

Für den Karlsruher Josef Albanese ist die Vorstellung, dass die beiden Teams nicht teilnehmen können, nicht nachvollziehbar. Der Co-Trainer der Nationalmannschaft hofft, dass das Geld noch zusammenkommt. Für jede Mannschaft sind 8.000 Euro veranschlagt. "Wir müssen die vorgeschriebene ärztliche Untersuchung der Spieler bezahlen und dazu kommen noch die Fahrtkosten und die Unterkunft. Außerdem sollten wir vor der WM noch zwei Lehrgänge abhalten, damit die Nationalmannschaften gut vorbereitet nach Innsbruck fahren können", meinte Albanese gegenüber ka-news.

Dass der Geldhahn gerade jetzt zugedreht wurde, hinterlässt viele unbeantwortete Fragen, wo doch die Athleten nach der zuletzt so erfolgreichen WM in Argentinien bislang zwei weitere Jahre gefördert wurden. Nicht zuletzt dürfte die Konkurrenz des ballverwandten und paralympischen Goalball sowie die ansteigende Beliebtheit des Blinden-Fußball die Geldtöpfe strapaziert haben.

"Die Spieler sind heiß auf die WM"

Torball kann jedoch unter den Blinden und Sehbehinderten Mannschaftssportarten immer noch die größte Anzahl an Spielern und Vereinen aufweisen. Auf Vereinsebene findet, neben einem europäischen Ligasystem, alle zwei Jahre der erst kürzlich in Frankfurt abgehaltene Weltcup statt. Im selben Turnus werden Weltmeisterschaften ausgetragen. Die vor allem von Europäern dominierte Sportart wird jedoch "nur" von 17 Nationen - außerhalb Europas noch in Argentinien, Uruguay, Paraguay, Kamerun, Nigeria, Mozambique und Ägypten gespielt. Hinzu kommt, dass die USA und Asien wenig Gefallen daran finden, womit Torball wegen nur drei beteiligter Kontinente nicht als paralympisch zählt. Daher scheiterten bislang auch Versuche, Torball in das paralympische Programm aufzunehmen.

Die Torballer brauchen Spenden für ihre WM-Teilnahme.

Albanese rechnet nicht mehr, dass noch Geld vom DBS fließen wird. Die WM müsste dann ganz aus eigener Tasche finanziert werden. Aber der Trainer weiß, "dass das nicht möglich ist für die Sportler". Deshalb wird nun ein großer Spendenaufruf gestartet. "Wir hoffen auf viele kleine Spenden", so Albanese. Interessierte können auf folgendes Spendenkonto einen Betrag nach Wahl einzahlen:

Förderverein Torball e.V.
Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt
Kontonummer: 2519429
Bankleitzahl: 70169605
Stichwort: Torballnationalmannschaft

"Die Spieler sind heiß auf die WM und wollen dort erfolgreich sein. Außerdem sind sie natürlich auch bereit, auch selbst die Reise zu finanzieren, aber der Gesamtbetrag ist ohne Spenden und Förderung von uns nicht zu stemmen", unterstreicht Albanese. (tmr)

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