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Die Blindenfußballer des BFW Würzburg sind auf Spielersuche

05.09.2007 08:07:27

VEITSHÖCHHEIM(ots) Das Blindenfußball-Team des Berufsförderungswerkes (BFW) Würzburg sucht neue Mitspieler. Durch den halbjährlichen Kurswechsel in dem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte haben einige Stützen die unterfränkische Mannschaft verlassen. Mit dem Ziel, das sportliche Potential zu halten oder zu verbessern, hält das Team um BFW-Teilnehmer Marcel Heim nun nach weitere Verstärkungen Ausschau. "Wir haben bereits einige Neuzugänge im Visier" gibt sich der 22-Jährige optimistisch, mit seinen Mitspielern auch in Zukunft eine tragende Rolle in der - bundesweit zur Zeit rund zehn Mannschaften umfassenden - "Blindenfußballszene" einzunehmen. "Neue Mitspieler sind immer willkommen, wir freuen uns über jeden Interessenten", betont der Stürmer und ermutigt auch Blindenfußball-Anfänger, sich zu melden.

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Die körperbetonte Sportart Blindenfußball ist seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland auf dem Vormarsch. Das Spiel funktioniert - fast - wie der Fußballsport für Sehende. Auf jeder Seite stehen sich vier blinde Spieler mit Augenbinde gegenüber. Sie versuchen, den Ball in den handballtorgroßen Kasten des gegnerischen sehenden Torwarts zu schießen. Das Spielfeld ist rund 40 Meter lang und 20 Meter breit. Die speziellen Blindenfußbälle sind - ähnlich dem Torball – mit einer Rassel versehen und akustisch wahrnehmbar.

"Knackpunkt beim Blindenfußball ist die Orientierung und das Dribbeln" weiß BFW-Blindenfußballer Marcel Heim aus Erfahrung. "Beim Dribbeln pendelt der Ball zwischen dem linken und dem rechten Fuß hin und her, so umspielt man die Gegenspieler" erläutert er. Das klingt einfach, ist aber - gerade am Anfang - enorm schwer.

Zur besseren Orientierung ist das Spielfeld an der Längsseite von stabilen Banden umgrenzt. Außerdem rufen die Spieler, sobald sie aufeinander zulaufen, das Wort "voy". Das ist spanisch und heißt soviel wie "ich komme". Dritter wichtiger Bestandteil zur Orientierung sind die Guides und Trainer, die jede Mannschaft am Spielfeldrand stehen hat und die ebenfalls Kommandos geben. "Das ist manchmal schon ein ziemliches Stimmengewirr" erinnert sich Heim an die ersten Turniere des BFW-Teams.

Trainiert werden die BFW-Blindenfußballer von den Sportlehrern Martina Junker und Ansgar Lipecki. Lipecki zählt als offizieller Blindenfußball-Coach zu einer raren Spezies: Deutschlandweit gibt es bisher nur eine Handvoll Trainer, die sich in Blindenfußball haben ausbilden lassen.

Neben dem offiziellen Montag-Training im BFW plant Marcel Heim schon weitere freiwillige Übungseinheiten an anderen Tagen, um für die anstehenden Aufgaben gut gerüstet zu sein. In Kürze steht ein Freundschaftsspiel gegen das Blindenfußball-Team aus Stuttgart an, danach ist eine Turnierteilnahme geplant. Die Ansprüche an neue Spieler formuliert der Stürmer so: "Blind oder stark sehbehindert, ehrgeizig, teamorientiert und fußballverrückt!" Interessenten melden sich direkt bei Marcel Heim unter Telefon 0173 5738177 oder per E-Mail unter just-for-me@web.de .

Alle Rechte vorbehalten © BlindNews

Informationsquelle: Berufsförderungswerk Würzburg

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